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Informelle Diskussionsrunde mit Manfred Max-Neef

Konferenz mit Prof. Manfred Max-Neef : Wieviel Entwicklung können wir aushalten?

Dienstag, den 15. Mai , 18:00, Halle des Soufflantes, Esch / Belval

Die Diskussionsrunde mit Manfred Max-Neef über das Konzept der Bedürfnisse, das auch der Ausstellung zur Grunde liegt, hat großen Anklang gefunden.

Anregend wurde dargelegt, wie zahlreiche lokale Gemeinschaften in Entwicklungsländern Mut zur Veränderung schöpfen konnten.

Es wurden ebenfalls grundsätzliche Fragen über unser gesellschaftliches Modell und Leben gestellt. Lohnt es sich so weiter zu konsummieren? Werden wir dadurch glücklicher? Sind wir es überhaupt noch? Was können wir tun damit es der Welt besser geht?

Max-Neef setzt sich für mehr Eigenverantwortung sowie zu mehr gesellschaftlicher Mitbestimmung und Partizipation ein.

 

Über Manfred Max-Neef

(geb. am 26. Oktober 1932 in Valparaiso, Chile)

Erhielt 1983 den Alternativen Nobelpreis für seine Barfuss-Ökonomie, fußend auf Schumachers „Small is bautiful“ und der Kleinräumigkeit Leopold Kohrs, „für die Wiederbelebung kleiner und mittlerer Gemeinschaften, die Stärkung ihres Selbstvertrauens und Unterstützung bei der Rückkehr zu ihren Wurzeln“. In den 90er Jahren veröffentlichte die Hypothese vom Kipp-Punkt, nach der ab einem gewissen Punkt wirtschaftlicher Entwicklung die Lebensqualität abnimmt. Nach seiner These gibt es keine Korrelation zwischen dem Grad an industrieller Wirtschaftsentwicklung und dem relativen Glück der involvierten Bürger, auch scheint der Grad an Einsamkeit und Entfremdung in entwickelten Gesellschaften zuzunehmen.

Seine Entwicklung nach menschlichem Maß meint eine Entwicklung, die bei allen Mitgliedern einer Gesellschaft kreative Möglichkeiten freisetzt. Der Wirtschaftsökonom, der bei Shell begann und für UN-Organisationen und verschiedene Universitäten in den USA und Lateinamerikas arbeitete, wandte sich bereits 1957 den armen Regionen der Welt zu. Projekteinsätze in den 70er Jahren in Ecuador und Brasilien brachten die „Experiences in Barefoot Economics“ hervor. In beiden Projekten sah Manfred Max-Neef seinen Zugang bestätigt. Die Arbeit mit marginalisierten Gruppen, die durch Solidarität und Wissensvermittlung einen Schatz an Ideen und Kreativität freisetzten. „So much can be achieved by thinking and acting small. This should not be surprising, because, after all, smallness is nothing but immensity on the human scale” (from the Outside Looking, p. 205 In: E+Z, 7/8 2001, S. 233-235)

 

 

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