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28. Juni - 18.30-20.00 Uhr

“No man is an island" - Diskussionsabend

Im Rahmen der Ausstellung All We Need, laden wir Sie herzlich ein zu einem Diskussionsabend mit

Nicolai Fanin
Philosoph

und

Mark Starmanns
Kulturgeograph


“No man is an island"
über Ethik und Globalisierung in der Kleiderindustrie


Donnerstag, den 28. Juni - 18.30 - 20.00Uhr
Halle des Soufflantes, Esch / Belval,


Ein kritischer Blick auf die Mode- und Kleiderindustrie von dem Philosophen Nicolai Fanin und dem Kultur-
geographen Mark Starmanns, dessen Forschung ihn nach Indien und Bangladesch geführt hat.
Zwei Vorträge mit anschliessender Publikumsdiskussion (in deutscher Sprache).

 

Die Redner:

  • Nicolai Fanin studierte Philosophie und Mathematik, war politisch engagiert als Betriebsrat, in der Gewerkschaft und in verschiedenen politischen Basisgruppen, ist jetzt selbständiger Unternehmer.

 

  • Mark Starmanns studierte Geographie, Politische Wissenschaft und Städtebau. Gefördert von der Heinrich-Böll-Stiftung promoviert er zur Zeit im Promotionskolleg “Ökologie und Fairness im Welthandelsregime" am Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie; er arbeitet als Assistent an der Humangeographie der Universität Zürich. Thema der Dissertation: Co-Regulierung ökologischer und sozialer Standards in globalen Wertschöpfungsketten; regionaler Schwerpunkt: Indien, Bangaldesch.

Die Künstlerin:

Elin Wikström, visuelle Künstlerin und Professorin an der Akademie der Schönen Künste, Universität Umeå, Schweden.

 

“No man is an island"


Die heutige Hochgeschwindigkeitsgesellschaft sowie die Ausbreitung von Handels- und Informationsnetzen machen uns abhängiger von Ereignissen an fernen Orten und zugleich betroffener. Der verstärkte Informationsfluss schafft neue zwischenmenschliche Beziehungen, zugleich aber auch Vereinsamung.

Wir müssen uns Fragen anähern, deren Antworten uns erlauben in einem globalen Kontext zu überleben. Wo sollen wir die Grenze unserer Anteilnahme ziehen? Hört sie an unserer Türschwelle auf? Oder bezieht sie sich auch auf die Menschen unserer Gegend oder unseres Landes? Oder gehen wir so weit, uns für jeden Einzelnen dieser Erde einzusetzen?
Diese Veranstaltung vervollständigt das Kunstwerk “Half Being Half Flow" der schwedischen Künstlerin Elin Wikström im Rahmen von All We Need.

Am Anfang war der Markt ein konkreter Ort, an dem die Leute sich begegneten, verhandelten und die Ware begutachteten. Heute ist der Markt in viel höherem Maße ein niemals stillstehender, unberechenbarer und grenzenloser Fluss.
Das Projekt “Half Being Half Flow" erforscht das Zusammengehörigkeitsgefühl der verschiedenen Akteure der globalen Produktions- und Verbrauchergemeinschaft. Für einen Kunden oder eine Kundin ist der Weg eines T-shirts von der Fabrik zum Geschäft lang und schwierig zu erfassen.

Welche materielle und gefühlsmäßige Bindungen gehen wir mit der Person ein, die wir im Geschäft für die Jeans bezahlen, die wir soeben gekauft haben? Und mit dem Logo auf dem Schildchen an der Hüftentasche?

Das Projekt “Half Being Half Flow" wurde im Zusammenhang mit der Ausstellung “No Man Is an Island" der Gesellschaft für Aktuelle Kunst in Bremen 2003 ins Leben gerufen. Der Titel ist einem Gedicht von John Donne (1573-1631) entnommen: “Niemand ist eine Insel, ganz für sich; jeder ist ein Stück des Kontinents, ein Teil des Ganzen".



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